Fotos waren gestern, 3D Erinnerungen sind die Zukunft.

Sebastian Winkler bei Future Females: Die Zukunft passiert nicht – sie wird entschieden

3D Erinnerungen statt Fotos. Wie aufregend wäre es, wenn wir durch die Wohnung, Stadt und Welt laufen und dabei unsere Erinnerungen in 3D sehen?

Das ist mit dem Einsatz von VR möglich.Wir nehmen ein Video oder eine 3D-Szene mit einem Headset oder Smartphone auf und können diese Szene später wiedergeben. Apple Live-Photos gehen schon in die Richtung. Mit den Sensoren im iPhone (Lidar) können auch Tiefeninformationen und somit 3D-Abbilder geschaffen werden.

Warum 3D Erinnerungen anders wirken als Fotos

Wir können dadurch detaillierte Umgebungen nachbilden, die lebhafte Erinnerungen und Emotionen im Zusammenhang mit einem bestimmten Ereignis oder Ort auslösen können.

Zudem bietet es Personen mit Gedächtnisverlust oder Traumata die Möglichkeit, Erfahrungen in einer sicheren und kontrollierten Umgebung abzurufen und erneut zu erleben.

Wo die Risiken liegen

Aber Achtung: Neben dem großen Potenzial, birgt diese Art der Gedächtnisaufbewahrung auch Risiken wie beispielsweise Realitätsverlust.

Daher sollten wir verantwortungsvolle und ethische Richtlinien für ihren Einsatz entwickeln.

Wie sich Photogrammetrie heute schon nutzen lässt, zeigt dieser Überblick: Hier gibt es einen kleinen Überblick, wie man mit dem Smartphone 3D Objekte/Modelle erstellen kann:

Was das für Unternehmen und Familien bedeutet

Für Unternehmen ist der spannendste Teil nicht die Nostalgie, sondern die Dokumentation. Eine Maschine, eine Baustelle, ein Messestand, einmal räumlich erfasst, lässt sich später betreten statt beschrieben. Das spart Reisen, Missverständnisse und Nacharbeit. Genau diese Anwendungsfälle sehe ich in der Bitkom-Arbeit zu AR und VR immer wieder.

Privat finde ich den Gedanken schöner und schwieriger zugleich. Ein Foto ist ein Ausschnitt, den man einordnen kann. Ein begehbarer Raum ist eine Einladung, dort zu bleiben. Wer schon einmal erlebt hat, wie stark eine Wohnung riecht, klingt und wirkt, wenn man sie nach Jahren wieder betritt, versteht die Wucht dahinter. Deshalb gehört zu 3D Erinnerungen nicht nur Technik, sondern eine bewusste Entscheidung darüber, was wir aufbewahren wollen und was besser verblasst. Mehr dazu, wie ich Technologie und Alltag zusammendenke, steht in meinem Beitrag zum Nachtzug nach Amsterdam.

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