Zwei Artistinnen auf der Highline: Was Automatisierung nicht ersetzt

Vor meinem Vortrag stand ich auf dem Bremer Rathausplatz. Leicht gehetzt, etwas zu spät, der Kopf noch bei der Bahnfahrt aus Berlin. Dann sah ich sie: zwei Artistinnen auf einer Highline, gespannt zwischen zwei Gebäuden, viele Meter über dem Pflaster. Sie balancierten, sprangen, hielten inne. Und ich blieb einfach stehen.

Die Schönheit des Unautomatisierten

Was mich in diesem Moment gepackt hat, war nicht die Akrobatik allein. Es war das zutiefst Menschliche daran. Der Mut, der Körper, das Vertrauen zwischen den beiden, das Risiko, das keine Maschine für sie übernehmen konnte. Wir reden viel über Automatisierung und darüber, was Technik alles abnehmen kann. Auf diesem Platz wurde mir wieder klar, wo die Grenze verläuft. Es gibt Dinge, deren Wert genau darin liegt, dass ein Mensch sie tut.

Warum das für Unternehmen zählt

Die Lehre ist keine romantische. Sie ist praktisch. Automatisierung soll Menschen von dem befreien, was sie ausbremst, damit mehr Raum bleibt für das, was nur sie können. Die Verbindung zum Kunden, das gute Urteil in einer kniffligen Lage, die Idee, auf die kein Algorithmus kommt. Wer Technik einsetzt, um Menschen zu ersetzen, denkt zu kurz. Wer sie einsetzt, um Menschen freizuspielen, hat verstanden, worum es geht.

Häufige Fragen

Was kann Automatisierung nicht ersetzen?

Das zutiefst Menschliche: Mut, Präsenz und die Schönheit des Unautomatisierten – wie zwei Artistinnen auf einer Highline. Manche Dinge gewinnen ihren Wert gerade dadurch, dass sie nicht automatisiert sind.

Was bedeutet das Verhältnis von Mensch und Automatisierung für Unternehmen?

Automatisierung sollte das Repetitive übernehmen, damit Menschen sich auf das konzentrieren können, was nur sie leisten: Kreativität, Beziehung und echtes Urteilsvermögen.

Wie finden Unternehmen die richtige Balance?

Indem sie automatisieren, wo es Zeit spart, und bewusst dort auf Menschen setzen, wo Vertrauen, Kreativität und Präsenz den Unterschied machen.

Das Short dazu: Mensch im Mittelpunkt. Mehr auf LinkedIn.

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