Der Dunning-Kruger-Effekt in Unternehmen: Wenn alle glauben, sie wüssten schon wie das geht. Diesen Satz höre ich oft, wenn es um neue Technologien geht. Besonders bei KI.
Das Problem: Viele überschätzen ihr eigenes Wissen und unterschätzen gleichzeitig die Komplexität.

Genau das beschreibt der Dunning-Kruger-Effekt. Wer wenig weiß, hält sich oft für besonders kompetent. Und wer wirklich tief drinsteckt, zweifelt oft an sich, weil er die Tiefe des Themas kennt.
In der Praxis heißt das, dass es nicht nicht nur Tools oder Daten sind, die fehlen. Es ist ein realistisches Selbstbild. Und der Mut, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht.
Denn echte Transformation beginnt mit Demut.
Der Dunning-Kruger-Effekt ist in Unternehmen allgegenwärtig. Je weniger jemand über ein Thema weiß, desto überzeugter ist er von seiner Expertise. Laut der Originalforschung von Kruger und Dunning überschätzen sich Menschen mit geringem Wissen systematisch. In der Praxis sieht das so aus: Das Team, das noch nie ein KI-Projekt umgesetzt hat, ist sich sicher, dass es einfach ist. Die Führungskraft, die ChatGPT dreimal benutzt hat, erklärt sich zum Experten. Der Dunning-Kruger-Effekt lähmt Innovation, weil er echtes Lernen verhindert. Wer glaubt, schon alles zu wissen, fragt nicht mehr. Und wer nicht fragt, bleibt stehen.
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