Wenn ich einen KI Vortrag halte und dabei meine Arbeit und Sicht auf Technologie, Business und Mensch teile, ist dies oft ein Feuerwerk an Begeisterung, Inspiration und neuen Perspektiven.
Auch dieses Mal gab es Lob und die Leute haben sich über die vielen praktischen Beispiele, Impulse und Anregungen gefreut…
Und dann kam einer zu mir und meinte: “Sebastian, das mit den Schweinen, da verstehe ich nicht warum du da so enthusiastisch bist! Das hat mich wirklich mitgenommen!”
Worum ging es? Eins unser Kunden-Beispiele ist der Bauer Piet, der mit Hilfe von Computer Vision in der Lage ist zu analysieren, wie sich die Schwänzchen der einzelnen Schweinchen 🐖 bewegen.
Daran kann man messen, wie glücklich diese sind.
Anschließend kann er, zum Beispiel mit Musik deren Zufriedenheit steuern und gucken, dass es ihnen allen gut geht!
Natürlich ein super KI-Beispiel und so trage ich es auch gerne vor.
Ich habe aber bislang nie darüber nachgedacht, dass auf dem Foto die Schweine doch eher unwürdig gehalten werden und das bei den Leute eher das Tierwohl als das technische Beispiel im Vordergrund steht.
Ich bin sehr dankbar, dass mich jemand darauf hingewiesen hat und werde in Zukunft das Beispiel einfach weglassen – vielleicht ist es einfach aus der Zeit gefallen?
Ein guter KI Vortrag lebt von authentischen Praxisbeispielen. Doch nicht jedes Beispiel funktioniert bei jedem Publikum gleich. Feedback aus dem Publikum hilft, blinde Flecken zu erkennen und die eigene Präsentation kontinuierlich zu verbessern. Gerade bei ethisch sensiblen Themen wie Tierwohl und Technologie lohnt es sich, genau hinzuhören.
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