Was passiert, wenn 9 Menschen einen ganzen Tag in einem Raum verbringen? Viele Post-its. Noch mehr Gedanken. Und eine ganze Menge ToDos. Aber vor allem: Klarheit.
Letzte Woche hat sich das neue Kernteam der Initiative Deutsche Digitale Beiräte in Düsseldorf getroffen. Und nein, das war kein typisches Orga-Meeting mit PowerPoint-Folien und Kaffee-Smalltalk. Das war ein Tag, an dem wir aus einer Idee eine echte Organisation gebaut haben.
Was sind die Deutschen Digitalen Beiräte?
Die Deutschen Digitalen Beiräte (DDB) sind ein Netzwerk von über 136 ehrenamtlichen digitalen Beiräten in Deutschland. Sie begleiten Unternehmen – meist Mittelständler – bei der digitalen Transformation. Nicht als externe Berater, die Stunden abrechnen. Sondern als Beiratsmitglieder, die langfristig mit dem Unternehmen denken, Entscheidungen mitprägen und ihr Netzwerk einbringen.
Die Initiative entstand aus der Überzeugung, dass viele Unternehmen zwar wissen, dass sie sich verändern müssen – aber nicht, wie. Und dass es Menschen braucht, die das selbst durchgemacht haben und ihre Erfahrung vertrauensvoll weitergeben.
136 digitale Beiräte. Und jetzt?
Die Bewegung ist in den letzten Jahren gewachsen. 136 Beiräte in ganz Deutschland. Das klingt erstmal beeindruckend. Ist es auch. Aber eine Community alleine reicht nicht. Irgendwann braucht man Strukturen, klare Verantwortlichkeiten, funktionierende Prozesse.
Nicht weil Bürokratie toll ist, sondern weil ohne Struktur nichts nachhaltig funktioniert. Genau das war unser Job an diesem Tag.
Was wir gemacht haben
Wir haben uns gefragt: Wie sieht eine Organisation aus, die 136 Beiräte koordiniert? Wie teilen wir Verantwortung so auf, dass nicht alles an drei Leuten hängt? Wie schaffen wir es, dass jeder Beirat das bekommt, was er braucht, um gute Arbeit zu leisten?
Die Antworten standen am Ende auf vielen Post-its an der Wand und in einer Tabelle manifestiert: Gruppen, klare Zuständigkeiten, Kommunikationswege, Onboarding für neue Beiräte.
Der eigentliche Punkt
Wer digitale Transformation in Unternehmen begleiten will, muss selbst den Weg gehen. Machen statt reden. Wir können nicht in Unternehmen sitzen und sagen „ihr braucht bessere Strukturen“, wenn unsere eigenen nicht stehen.
Also haben wir geliefert. Ich bin stolz, Teil dieses Kernteams zu sein. Und dankbar für jede Person, die Hilfe von aussen angeboten hat. Die werden wir auch brauchen. Aber am meisten bin ich dankbar, dass ich mit so tollen Menschen arbeiten und Spass haben darf.
Häufige Fragen zu digitalen Beiräten
Was macht ein digitaler Beirat?
Ein digitaler Beirat ist ein externer Experte, der einem Unternehmen – typischerweise einem Mittelständler – in einem strukturierten Mandat bei der digitalen Transformation, KI-Strategie oder technologischen Entscheidungen zur Seite steht. Im Unterschied zu klassischen Beratern ist ein Beirat langfristig eingebunden, denkt strategisch mit und übernimmt Verantwortung für den Erfolg der Transformation. Er wird nicht stundenbasiert, sondern über ein Beiratsmandat vergütet.
Was sind die Deutschen Digitalen Beiräte (DDB)?
Die Deutschen Digitalen Beiräte sind eine Initiative, die Unternehmen und digitale Experten zusammenbringt, die ehrenamtlich oder honorarbasiert als digitale Beiräte tätig werden. Das Netzwerk zählt über 136 Beiräte in Deutschland, die Unternehmen bei digitaler Transformation, KI-Einführung, Technologiestrategie und digitaler Führung begleiten. Die DDB verstehen sich als Brückenbauer zwischen technologischer Expertise und unternehmerischer Praxis.
Wie findet ein Mittelstandsunternehmen einen digitalen Beirat?
Es gibt mehrere Wege: Über Netzwerke wie die Deutschen Digitalen Beiräte, über Empfehlungen aus dem eigenen Branchennetzwerk oder über Speaker und Berater, die sich öffentlich sichtbar zu Digitalisierungsthemen positionieren. Entscheidend bei der Auswahl: Der Beirat sollte selbst Unternehmenserfahrung haben – nicht nur Beratungserfahrung – und im besten Fall bereits in ähnlichen Transformationsprozessen tätig gewesen sein. Referenzen sind wichtig, Chemie ist mindestens genauso wichtig.