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Unverkäuflich!: Schulabbrecher, Fußballprofi, Weltunternehmer – die völlig verrückte Geschichte von Bobby Dekeyser

Unverkäuflich!

Unverkäuflich!

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ISBN: 3940138215

Gute, kurze, inspirierende und schnelle Unterhaltung – für jeden Gründer ein Must-Read.

Krisen als Chancen verstehen und nicht aufgeben!

Bobby Dekeyser ist fünfzehn, als er im Unterricht aufsteht und beschließt, Fußballprofi zu werden. Vier Jahre später steht er im Tor des FC Bayern München. Nachdem ihn ein Gegenspieler schwer verletzt, beginnt ein spektakuläres Abenteuer: Von einem Bauernhof in Niedersachsen aus schafft es Dekeyser, Vater von drei Kindern, ein Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern zu erschaffen. Mit Verantwortungsbewusstsein, sozialem Engagement und gegen so ziemlich jede Regel, die es in der Welt der Wirtschaft gibt.UNVERKÄUFLICH! soll ein Handbuch der Inspiration sein. Ein Mutmacher, ein intimer Blick in die Seele eines Unternehmers. Es zeigt einen Weg zum Erfolg, der sich nicht an klassischer Schulbildung, steifer Karriereplanung und am Recht des härtesten Ellbogens orientiert. Dekeyser berichtet auch von der dunklen Seite der Verantwortung, von Einsamkeit und Zweifeln. Und von der Verzweiflung nach dem tragischen Tod seiner Frau. Vor allem aber von seinem Willen, trotz Schlägen des Schicksals niemals aufzugeben. Von Familiensinn, von Freundschaft und vor allem: einem grenzenlosen Optimismus.

Take Aways und Zitate

  • Eine Firma, die keine Energie verströmt, wird nicht zu einem Höhenflug ansetzen. Damit dies gelingen kann, braucht es eine gute Struktur und die richtigen Leute, es funktioniert wie mit einer Fußballmannschaft: Schon ein einziger Nörgler oder Miesepeter kann die Stimmung runterziehen.
  • Klagen bringt einen nicht weiter, in keiner Lebenslage, Jammern ändert nichts. Man muss selbst anpacken, denn andere werden es nicht für einen tun.
  • Rückblickend muss ich festhalten, dass es ziemlich verrückt war, diese Offerten auszuschlagen. Riskant, taktisch dämlich, aber so ist das, wenn man mehr auf seinen Bauch als auf seinen Kopf hört. Ich hätte drei Jahre warten können mit der Unternehmensgründung. Mit den Gehältern, die man mir zahlen wollte, wäre manches einfacher gelaufen, viel einfacher. Es gab spannende Angebote, doch ich entschied mich für meinen eigenen Verein: Dedon. Ich hatte meine eigene Firma, mit sechsundzwanzig. Und wachte manchmal schweißgebadet auf, weil ich selbst an meiner geistigen Verfassung zweifelte: War meine Entscheidung richtig?
  • Verantwortung zu übernehmen gehört immer zum Unternehmertum dazu. Fehler haben Auswirkungen auf Leute, die man mag, und im Laufe der Zeit werden es in der Regel mehr, die Fehler spüren. Das ist auch der Grund, warum ich keinen Unternehmer kenne, der Ruhe mag. Als Unternehmer hat man ein eingebautes Unruhesystem, man bewegt sich in einem permanenten Alarmzustand. Man trägt das Risiko, für sich, für die eigene Familie, aber eben auch für andere. Vor allem dann, wenn man vorgeht wie ich: mit hohem Einsatz. Ich finde, dass Geld in Bewegung sein muss. Geld des Geldes willen zu vermehren, interessiert mich nicht. Warum sollte man das tun? Geld ist zum Ausgeben da, und nur wer bereit ist, das Geld laufen zu lassen, hat meiner Ansicht nach den Erfolg, dass es zu ihm zurückkehrt. Ein geiziger Unternehmer ist so inspirierend wie ein Musiker, der kein Instrument beherrscht.
  • Eines hatte ich in der Zeit als Fußballer gelernt: das Fokussieren auf ein Ziel. Durchhalten, nicht aufgeben, auch wenn das Spiel gegen einen läuft. Ich ließ nichts unversucht, und wenn ich »nichts unversucht« sage, meine ich das auch so. Seinerzeit lief im Privatfernsehen eine Show namens Der Preis ist heiß mit einem fülligen Holländer namens Harry Wijnvoord, von dem ich wusste, dass er ein Fan von 1860 München war. Ich schrieb ihm einen Brief und fortan wurde eine Couch aus der »Classic«-Serie als heißer Preis angeboten.
  • Mensch im Mittelpunkt einer Firma steht. Wenn man es mit diesem Gedanken ernst meint, muss man ein Umfeld schaffen, in dem er sich besonders wohlfühlt, in dem er eine starke Bindung fühlt. Gewinne zu maximieren, ist nicht besonders schwer, aber ein Unternehmen aufzubauen, das einen besonderen Geist hat – das ist eine komplexe Aufgabe! Aus Sicht eines Entrepreneurs ist es eigensinnig, so zu handeln. Sind Mitarbeiter motiviert, sind sie begeistert von ihrer Arbeit; fahren sie morgens nicht mit grauen Muffelgesichtern ins Büro oder in die Produktion, sondern voller Vorfreude auf einen Tag, an dem sie zwischendurch Billard spielen, ein wenig kicken oder in der Liegelandschaft auf der Wiese ruhen können, werden die Ergebnisse besser sein. Sie werden das Beste geben, sie werden ihre Begeisterung mit anderen teilen. Wenn sie sich in einer Sprache verbessern, ist das für ein Unternehmen, das international agiert, ebenfalls von Vorteil. Wer Leistung bringt, bekommt eine Gegenleistung. Ich finde das selbstverständlich.
  • Erfolg bedeutet für mich: Sich selbst treu zu bleiben, keinen Versuchungen zu unterliegen, unverkäuflich zu sein. Erfolg ist, ein liebevoller Partner zu sein, ein guter Vater, ein echter Freund.
  • Erfolg haben, das meint ein soziales Bewusstsein zu leben, sich immer wieder Zeit nehmen zu können, sich selbst zu prüfen und zu reflektieren. Erfolg ist nur vordergründig mit einem Kontoauszug messbar.

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