Die Disney Holotile finde ich ja durchaus spannend und ich kann mir vorstellen, dass es sowas irgendwann bei IKEA zu kaufen geben wird.
Ein Boden, der es dir ermöglicht sich auf der Stelle zu bewegen und diese Bewegungen in die Virtualität zu übertragen.
Was die Disney Holotile technisch macht
Die Idee ist so simpel wie schwierig umzusetzen: viele kleine, rotierende Kacheln, die sich unabhängig voneinander bewegen und dich sanft immer wieder in die Mitte zurückschieben. Du läufst also gefühlt vorwärts und bleibst physisch an derselben Stelle. Anders als bei einem Laufband funktioniert das in jede Richtung, mit mehreren Personen gleichzeitig und ohne Gurte oder Halterungen.
Warum das mehr ist als eine Spielerei
Das grösste Problem in virtuellen Welten war nie die Grafik, sondern die Fortbewegung. Wer sich per Controller durch eine Szene teleportiert, verliert das Gefühl, wirklich dort zu sein. Und wer wirklich läuft, rennt in seinem Wohnzimmer gegen die Wand. Genau diese Lücke schliesst ein Boden, der sich mitbewegt. Damit rückt das Holodeck aus Star Trek von der Fiktion in Richtung Ingenieursaufgabe.
Wo ich das zuerst im Einsatz sehe
Bevor so etwas im Wohnzimmer steht, wird es dort landen, wo Bewegung teuer oder gefährlich ist: Training für Rettungskräfte, Sicherheitsunterweisungen in Industrieanlagen, Rehabilitation nach Verletzungen, Architektur- und Anlagenbegehungen vor dem ersten Spatenstich. Überall dort zählt nicht der Wow-Effekt, sondern dass Menschen eine Situation körperlich erleben, bevor sie ernst wird. Und genau da wird die Disney Holotile interessant.
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